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Schüler nach Silvesterparty erfroren... Hier geht's zu den >>> Nachrichten

    

 

Alkoholkonsum von Jugendlichen steigt

Schon mit 14 Jahren trinkt jeder fünfte Jugendliche wöchentlich Alkohol. Die Zahlen steigen, und Abhilfe schaffen vor allem wirksamere Kontrollen. Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, will dafür auch Jugendliche als Testkäufer einsetzen.

Jugendliche Testkäufer könnten eine durchaus sinnvolle Ergänzung zur behördlichen Kontrolle sein, sagte Bätzing. Die Bedingungen: Die Testkäufer sollten älter als 16 Jahre sein und müssten geschult werden.

Das Einstiegsalter für regelmäßigen Alkoholkonsum liegt bei 13 Jahren. Jeder fünfte 14-Jährige trinkt bereits wöchentlich. Die Hälfte der 16- bis 17-Jährigen konsumiert mindestens einmal im Monat hochprozentige Spirituosen. Vor allem das so genannte Rauschtrinken habe in den vergangenen Jahren stark zugenommen, sagte Bätzing. Per SMS verabredeten sich die Jugendlichen zum gemeinsamen Besäufnis. Das Rauschtrinken ist zu einem regelrechten Freizeitkult geworden.

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Quelle: WELT-ONLINE, 22. Oktober 2007

Alkoholopfer: 3.500 Kinder im Alter zwischen 10 und 15

Nach Informationen des Fachverbandes werden immer mehr Kinder und Jugendliche Opfer des Alkoholmissbrauchs. Nach dieser Tage vorgelegten Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für 2005 waren allein 3500 Kinder im Alter zwischen 10 und 15 Jahren unter den in Krankenhäuser eingelieferten Alkoholopfern.

Insgesamt wurden rund 19.400 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 20 Jahren volltrunken in Kliniken gebracht. Hier schlägt sich vor allem zunehmendes "Koma-Saufen" oder „Flatrate-Trinken“ junger Menschen nieder. Auf diesen Veranstaltungen zahlt der Jugendliche einen Festpreis und darf dafür unbegrenzt trinken. 

Die Bundesregierung lehnte schärfere Gesetze gegen das Koma- Trinken dennoch ab, obwohl sich die Zahl der Patienten innerhalb von fünf Jahren verdoppelt hat. Wie das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung vor wenigen Tagen jedoch mitteilte, hat der Bund-Länder-Ausschuss Flatrate-Partys für rechtlich nicht zulässig erklärt. Auch Werbung für diese Veranstaltungen sei nicht erlaubt, hieß es im Beschluss. Wer als Wirt dennoch solche Partys anbietet, muss mit Sanktionen rechnen - bis hin zum Entzug der Gaststättenerlaubnis.
 


Bildquelle: www.pixelio.de

   

 

       
     
 

Flatrate-Partys: Erstes Todesopfer

 

Flatrate in den Tod

 
 

16-Jähriger Berliner gestorben

Ein Berliner Schüler, der nach schwerem Alkoholmissbrauch einen Monat lang im Koma lag, ist in der Nacht zum Donnerstag im Krankenhaus gestorben. Der 16-Jährige war Ende Februar nach angeblich rund 50 Gläsern Tequila in einem Lokal mit 4,8 Promille zusammengebrochen und lag seitdem im Koma. Er sei an den Folgen des Kreislaufversagens gestorben, sagte eine Sprecherin der Berliner Charité. Wegen der ärztlichen Schweigepflicht seien weitere Angaben nicht möglich.

 

 

16 Jahre
Exitus.
Tot durch Komasaufen!
 

16 Jahre
und schon Schluss.
Einfach dumm gelaufen?
 

16 Jahre
war er jung.
Vor ihm lag das Leben!

 

16 Jahre
als er ging.
Zukunft aufgegeben!
 

16 Jahre
kurz vor Schluss.
Wo war’n die Kumpanen?
 

16 Jahre
Exitus.
Hisst die Notfallfahnen!

 

 
 

Nach Polizeiangaben soll die Todesursache durch eine Obduktion geklärt werden. Die Kriminalpolizei ermittelt zudem, ob andere Lokalbesucher oder der Wirt für den Tod des Schülers mitverantwortlich sind, weil sie ihn nicht vom Trinken abgehalten haben.

 

] Jürgen Paschke [     

 

 
             
             

 

Jedes siebte Kind wächst mit einem suchtkranken Vater oder einer suchtkranken Mutter auf

Über 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland leben mit einem suchtkranken Vater oder einer suchtkranken Mutter. Jedes siebte Kind ist somit von der Alkoholabhängigkeit eines oder sogar beider Elternteile betroffen -  so lauten die Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Zudem gibt es etwa sechs Millionen Erwachsene, die als Kind in suchtbelasteten Familien aufgewachsen sind.

Kinder aus suchtbelasteten Familien

- neigen zu Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsstörungen und Störungen des Sozialverhaltens
- fallen oft durch mangelnde Leistungen und unangemessenes Verhalten auf
- werden fast doppelt so häufig wegen psychischer Störungen in Krankenhäuser eingewiesen
- zeigen häufig perfektionistisches Verhalten
- bleiben auffällig oft einsam und sind übermäßig selbstkritisch
- sind häufiger Misshandlungen und sexuellem Missbrauch ausgesetzt
- werden verhältnismäßig oft später selbst suchtkrank

250.000 Jugendliche greifen zur Flasche

Die Zahl der alkoholabhängigen oder stark alkoholgefährdeten Jugendlichen wird auf 250 000 (in Deutschland) geschätzt. Bei dieser Schätzung handelt es sich nur um minderjährige Jugendliche. Nimmt man junge Erwachsene dazu, dürfte sich diese Zahl mindestens verdoppeln.

Bei Jugendlichen die bereits abhängig sind, handelt es sich meistens um Jungen. Jugendliche mit Suchtproblemen kommen aus allen gesellschaftlichen Schichten, wobei alkoholkranke Jugendliche nicht selten aus Familien der höheren Schicht kommen.

So unterschiedlich die soziale Schicht des alkoholkranken Jugendlichen sein kann, so unterschiedlich kann auch ihr Sozialverhalten sein. Während allgemein angenommen wird, dass die süchtigen Jugendlichen auffallend chaotisch und asozial sind, ist vielmals das Gegenteil der Fall. Oft handelt es sich um eher schüchterne, freundliche und hilfsbereite Personen, die in der Regel nicht durch unangebrachtes Verhalten auffallen. Schüchternheit ist gerade bei jungen Menschen ein häufiger Grund für den Alkoholmissbrauch.

Quelle: www.wikipedia.de

Süchtiges Verhalten fällt nicht vom Himmel

Wenn die natürliche Sehnsucht nach Verständnis, Lob und Anerkennung ausbleibt, wenn niemand einem etwas zutraut, niemand sagt "das hast du gut gemacht" oder "komm, zusammen schaffen wir das schon", dann bleibt für viele Kinder und Jugendliche nur der Trost in "Ersatzdrogen". Das kann Alkohol sein, der einen cool zu machen scheint, der vergessen lässt. Das können aber auch neue Medien sein, die mit "ihrer" Welt die wahren Probleme verdrängen. Oder aber auch der Griff nach Süßigkeiten. Oder Kauflust.

Wer keine anderen Wege kennt, seinen Frust abzubauen, der kann schnell von diesen Ersatzmitteln abhängig werden. Das heißt, er muss ständig diese Dinge haben. Wenn man irgendwann nicht mehr selbst bestimmen kann, wann man mit dem Trinken, Fernsehen oder Essen aufhören will und immer mehr davon braucht, ist man süchtig.